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Unter der Sonne Istriens
Wir wandern
auf Pfaden in das Grün
der dichten Nadelbäume -
zum Blau des Meeres
und des Himmels –
atmen Düfte mediterraner Pflanzen
und frische Meeresluft –
wir fühlen uns
eins mit der Natur –
uns erfüllt diese Stille –
Magischer Zauber
Eine Fata Morgana?
Eine Spiegelung des Himmels?
Nein, ein fantastischer Sonnenuntergang
an der Küste Istriens –
Fast verschmilzt das Meer mit dem Horizont,
mal lila, mal blau, mal silbergrau, orange oder blutrot –
Diese Schönheit spiegelt sich auch in meine Seele ...
Istrien hat:
Weite Täler
Stille Seen
Lichte Höhen
Beschauliche Bergdörfer
Liebliche Weinfelder
Reihenweise Olivenbäume
Istrienurlaub April 2010
Als wir jenen Kurzurlaub planten, wusste ich nicht, wo sich jenes Land genau befindet. Also orientierte ich mich an der Karte. Eine ziemliche Entfernung, immerhin berechneten wir etwa 14 Fahrstunden. Da wir mit einem Reisebus unterwegs waren, wurde die Fahrt dank der Mitreisenden und der Landschaften, die an uns vorbeirauschten, nie langweilig.
Die Reise ging von Deutschland nach Österreich, Oberösterreich, durch die Steiermark, Slowenien, Kroatien bis nach Istrien.
Ich war gespannt darauf, ob ich an den wenigen Tagen des Urlaubs( 15. April bis 20. April) „besondere Momente“ mit meiner Kamera festhalten könnte.
Zu Istrien ist zu sagen:
Es ist die größte Halbinsel an der nördlichen Adria zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner Bucht vor Rijeka. Sie besteht größtenteils aus Kalkstein. Die Küste ist tief gegliedert. Einige Meeresarme reichen bis weit ins Innenland und ähneln Fjorden.
Istrien ist:
° Die blaue und die grüne Halbinsel
° Saubere Luft und kristallklares Wasser
° Viele Sonnentage
° Land der Künstler
° Land köstlicher Weine und köstlicher Essen
Unser Wohnort während der Urlaubszeit war RABAC. Dieses Städtchen wird auch als Perle der Kvarner Bucht benannt, zeichnet sich aus durch Badebuchten, üppige mediterrane Vegetation und faszinierende Natur. Dank einer Umleitung in ein kleineres, modernisiertes Hotel erhielten wir ein sehr schönes Zimmer mit Blick auf Wald und Meer, mit sehr gutem Service und sehr gutem Essen.
Im Ort gelangen mir zwei Schnappschüsse mit meiner Kamera, auf die ich besonders stolz bin. Nahe am Hotel, wir gingen spazieren, fand ich ein treffliches Werk – auf dem karstigen Gestein am Ufer hatte ein Künstler aus Istrien eine Art „Perlenmonument“ geschaffen. Vasco Lipovac, der Erschaffer des Werkes, ihm gelang, Naturechtes mit einer Perlenkette zu vereinen, was auch mein Foto zeigen wird.
Während eines Spaziergangs entdeckte ich am Hafen eine Art „Wasserbild“. Der Wind hatte Samen der Pinien ans Ufer gespült und nun zeigte sich, dass auch das Meer Bilder malt. Für mich faszinierend, weil ich so etwas noch nie vorher gesehen hatte. Wie ein Wunder – Natur schafft Kunst, die aber leider vergänglich ist, hält man sie nicht auf einem Foto fest.
Istrien zählt seit vielen Jahren zu den beliebtesten Ferienzielen. Sowohl die toskanisch anmutende Landschaft als auch die venezianisch geprägten Städte lassen an vielen Orten ein italienisches Flair aufkommen.
Die Hauptstadt des Tourismus ist PULA. Hier zeugen das beeindruckende Amphitheater und die Arena vom römisch- venezianischen Einfluss. Das Bauwerk gehört zu den geschützten Bauwerken der UNESCO – ist ein Weltkulturerbe.
Eine Besonderheit bildet die Karstlandschaft. Dieser weiße Kalkstein bildet Höhlen und zerklüftete Felsformationen. Viele alte Steinbrüche sind Zeugen jener Zeit, als hier Marmor für Paläste in Rom und Venedig abgebaut wurde.
Beschauliche Hafenstädte wechseln mit Kies- und Sandstränden. Das kristallklare Wasser lockt auch die Taucher. Tief blaugrün glänzt das Wasser des Meeres. Als wir mit einem kleinen Schiff an Fjorden ähnlichen Buchten vorbeifahren, die Sonne scheint, meine ich, in einer anderen Zeit zu leben... Was für eine zauberhafte Landschaft!
Eine Fahrt mit dem Bus nach OPATIJA führt auf Serpentinen zum mondänen Kurort. Diese Straße gilt als die wohl schönste Reiseroute Istriens. Der Blick reicht weit über malerische Bergdörfer bis zur Insel GRAD CRES. Entlang der von Palmen gesäumten Uferpromenade entdeckten wir aufwändig restaurierte Prachtbauten aus der „guten, alten Zeit“. Opatija – ein nostalgischer Kurort, mondän und prachtvoll, ein „teures Pflaster“, nur für bemittelte Leute –
ein wenig vergleichbar mit Nizza. Doch muss ich sagen, dass ich mich weder hier im Ort als dort in Nizza ( ich kenne diesen Ort durch einen anderen Kurzurlaub) nicht wohnen möchte. Mir fehlt an solchen Orten einfach das Gefühl des Wohlbehagens. Nun gut, ich weiß nicht, ob das anders sein würde, gehörte ich zur Schicht der Reichen und Schönen...
Wir flanieren vorbei an Opatijas Wahrzeichen, der Bronzestatue „ Gruß ans Meer“, vertreten uns die Beine im wunderschönen Park Angiolina, wo mich besonders Baumgruppen und herrliche Rondelle mit Tulpen faszinieren, wie auch zwei riesige Kamelien „ hinter Gittern“.
Staunen, als wir dann vor dem altehrwürdigen Hotel „KVARNER“ stehen und es bewundern – der Glanz des Kristallpalastes ist weltweit berühmt. Nun gut, ich möchte dort meinen Kaffee nicht trinken, denn 10 € , das ist mir doch zu viel des „Guten“.
Eine rosafarbene Villa zieht mich an, eine Wohnstatt, in der einst Mitglieder der österreichischen Kaiserfamilie überwinterte – Sissi lässt grüßen ...
Sofort stelle ich mir die Damen von anno dazumal vor- wie sie hier im Park in ihren eleganten Kleidern promenieren, jede ein Sonnenschirmchen in der Hand, damit ja nicht ihr Teint unter der Sonne leidet, damit die „vornehme Blässe“ erhalten bleibt und Sonne nicht Zeichen der Zeit setzt...
Schnell einige Tulpen fotografieren und dann weiter träumen ...? Besser nicht. Unterhalb der Uferpromenade finden wir Bänke, um ein wenig auszuruhen und auf den Hafen zu schauen. Mittlerweile haben wir 20 Grad Wärme und sind froh, dass wir jetzt nicht im derzeit noch kalten Deutschland sind.
Ich sichte meine Fotos in der Kamera, stelle fest, dass ich, wie immer, auch Pflanzliches in meinem Schatzkästchen gespeichert habe.
Da sind:
* Kleine Alpenveilchen im Wald
* Der dornige Wolfsmilch * Der kopfige Thymian
* Doldiger Milchstern ( auch: Stern Betlehems genannt) * Pinien
* Wassermalerei
Auch jenes kleine Kunstwerk „Perlen- Monument“ begeistert mich immer wieder, wenn ich es auf dem Foto betrachte.
Zu Ende des Kurzurlaubs, immerhin nur vier Tage, kommen fast 170 Fotos zusammen.
Alles in allem, Urlaubstage, die ich als wunderschön empfand, wenn da nicht die lange Anreise wäre... Doch wer weiß, vielleicht komme ich ja doch wieder...
Fotos dazu siehe Fotoalbum |
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